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Drei- Flüsse- Tour

Heimatkunde mal anders oder die „Drei- Flüsse-Tour“ im Februar

 

Diese Tour ist ein Muss für jeden Mountainbiker aus der Vordereifel.

Länger als ein halbes Jahr schon lag die Tourenplanung im Speicher des Computers und wartete auf die Umsetzung. Der Gedanke: eine Tour, die die drei größten Flüsse der Vordereifel – Rhein – Ahr – Nette – vereint. Nur – wann ist der richtige Zeitpunkt? Wenn die meisten Grizzlys können? Wenn das Wetter am besten ist?

 

Am 18.02.2017, nach den zahlreichen Winterkurztouren, war einfach mal wieder eine schöne Tagestour fällig. Treff war um 10:00 Uhr an der Dedenbacher Hütte. Von hier aus ging es über die historische Kohlenstraße zunächst zum Amerikaner. Dann weiter über Spessart Richtung Cassel. Auf den ersten 10 km wurden zunächst einmal 300 HM erklommen, aber nun sollte es „tendenziell immer bergab“ gehen.

 

In der Nähe des Fernsehturms verließen wir die Kohlenstraße und fuhren über schwierige, teils stark zerfahrene Waldwege südwärts Richtung Lederbach.

Hier befindet sich die Quelle der Nette. Ein unscheinbares Rinnsal, wie es viele hier in der Region gibt. Schnell ein Beweisfoto und weiter ging´s. Der obere Bereich der Nette ist noch nicht touristisch in den Fokus geraten, so dass wir auf regulären Forst- und Wirtschaftswegen südwärts radeln konnten.

 

An den Nettehöfen (OT Arft) angekommen, mussten wir zunächst auf der K16, einer schönen einspurigen Landstraße, fahren. Dann folgten einige unvermeidliche Straßenkilometer auf der L 83. Vorbei am Campingplatz Falkley Mühle und an den Riedener Mühlen kamen wir schließlich zum Restaurant Nettemühle. Der Verkehr auf diesen mountainbikeuntypischen 7 km war aber erfreulich übersichtlich.

 

Jetzt ging es zur Abwechslung wieder mal bergan. Wir verließen die Straße und quälten uns dem Hochsimmer (588 über NN) entgegen. Belohnt wurden wir durch einen coolen, anspruchsvollen Single Trail, der an der Hammesmühle endete. Diese Passage kannten wir schon von unserer Tour „Jacobsweg“, die wir vor 2 Jahren gefahren sind. Hier passierten wir die Landstraße und fuhren auf schönen Waldwegen weiter nach Mayen. Dort angekommen entscheiden wir uns für einen chinesischen Imbiss im Zentrum der Stadt.

 

In Mayen trennten wir uns kurzzeitig von der Nette und fuhren auf dem Bahntrassenradweg in Richtung Polch. Am berühmten Viadukt fanden wir sie wieder. Kurz vor den Eisenbahntunneln verließen wir den Radweg und preschten auf einem Traumpfad der Nette entgegen.

 

Die folgenden 30 km bis zur Mündung der Nette bei Weißenthurm boten wirklich alles, was man als Mountainbiker liebt. Der Traumpfad bei Trimbs ist besonders erwähnenswert. Schmale Trails, flowige, aber auch teils anspruchsvolle Passagen. Ätzende Gegenanstiege und kleine Schiebepassagen gehören auch dazu … wirklich ALLES … nur nicht langweilig! Wenn man bedenkt, dass die Pellenz eher unscheinbar ist … Im Nettetal selbst ist man wie in einer anderen Welt. Im Sommer kann man bestimmt in einer der Mühlen einkehren und ein Radler trinken.

Dazu meist ein schöner Blick auf die Nette. Landschaftlicher Höhepunkt ist der Nette-Wasserfall. Schön sind aber auch die Parkanlagen in Plaid. Um 16:15 Uhr hatten wir die Nettemündung erreicht.

 

Nun wurde das große Blatt aufgelegt und zügig fuhren wir auf dem Leinpfad in Richtung Norden. Andernach, Namedy, Bad Breisig und eine Stunde später standen wir auf der Brücke an der Mündung der Ahr. Und siehe da … jetzt, wenn auch zum Sonnenuntergang, sahen wir auch mal die Sonne.

Auf dem Ahrradweg strampelten wir dann flußaufwärts nach Bad Neuenahr.

 

In Anbetracht der einbrechenden Dunkelheit fiel die Streckenwahl für die letzten Kilometer nach Hause nicht leicht. Insbesondere, da wir ohne Lampen losgefahren waren. Vorbei am Kletterpark führte unser Weg auf der Alten Königsfelder Straße nach Schalkenbach. Gut, dass die Handys eine Taschenlampenfunktion haben – falls man diese App installiert hat. Und so erreichten wir, wenn auch total erschöpft, gegen 18:30 Uhr Schalkenbach.

 

Fazit:

  • Dafür, dass es „tendenziell bergab“ ging, waren die 1.400 HM ziemlich anstrengend.

  • 120 km sind nicht ohne; lieber im Sommer fahren – dann ist es länger hell und man hat mehr Zeit für „Päuschen“.

  • Unbedingt wiederholen

 

 

 

 

 

 

 

 

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